Erste Station: Wüstenstaat Dubai

Dienstag, 04.10.2011

Dubai – Baustelle der Extreme

 

Extrem reich, extrem heiß, extrem hoch, dass ist Dubai kurzgefasst.

Nach langem Flug und der damit verbundenen Zeitverschiebung kommen Malvin und Alex, die zwei Weltentdecker, am 03.10. um 6h am International Airport in Dubai an. Mit der Skymetro gehts auf Erkundungsreise.

In einer Wüste wurde aufgrund von Öl eine Weltstadt gebaut – so unser erster Eindruck. Schwitzend bei 40 Grad im Schatten gehts zum höchsten Gebäube der Welt: dem Burj Khalifa, 1022 Meter hoch. Im schnellsten Aufzug der Welt fahren wir in weniger als einer Minute 134 Stockwerke hoch. Der Ausblick auf die umliegenden künstlich angelegten Seeen und Hotellandschaften ist trotz leichtem Nebel grandios.

Beim “Segel”, dem Burj al Arab, treffen wir auf Julian und Tadeo, mit denen wir zwei weitere tolle Tage in Dubai verbringen. Zusammen besuchen wir das Atlantis-Hotel auf der künstlichen und undurchschaubaren Palmeninsel “Palmeirha”, machen eine Bootstour und fahren mit einem Vierrad durch einen ansehnlichen aber leeren Park.

Nach einem entspannten Bad im badewannenwasserwarmen Persischen Golf haben wir DIE begegnung. Wir treffen einen Neffen des Scheichs der arabischen Emirate. Er zeigt uns seinen Ferrari. Der wie seine Landsleute sehr freundliche 23-Jährige Multimillionär erklärt uns, dass sein Nummernschild mit der Nummer 18 teurer sei als sein Luxusfuhrpark mit 10 Autos, nämlich 5 Mio.€. Die Nummer eins ist für 36 Millionen Euro erhältlich.

Die Baustelle Dubai, auf welcher ein Liter Benzin 30 Cent kostet verändert sich und wächst von Tag zu Tag.

Die Reise beginnt..  Burj Khalifa

Singapur - Stadt der Kulturen

Freitag, 07.10.2011

Singapur – Stadt der Kulturen

Ziemlich erschöpft und mit erhöhtem Jetlag kommen wir abends im schnell gefundenen Hostel an.

Die nächsten Tage verbringen wir damit die Kulturen, die die Stadt so prägen zu erkunden. Little India (8%), bekannt für gutes und günstiges Essen, sowie riesige IT-Center, aber auch für seine lebendigen und sehr bunten Märkte. Chinatown (77% Chinesen) – alles besteht aus Chicken-->Alex konnte kein Essen finden, Malvin umso mehr. Auch hier gibt es Unmengen von Märkten, auf denen dasselbe Produkt, allerdings doppelt so teuer wie in Little India, zu finden ist. Wir besuchen einen Tempel und erleben eine sehr eindrucksvolle buddhistische Zeremonie.

Die überdimensional langen U-Bahnen sind in den Stosszeiten unglaublich voll. Chinesen und Inder zusammen genommen, ergeben mehr als ein drittell der Weltbevölkerung. Uns fällt auf, dass der einzelne in der Masse unterzugehen scheint(was keineswegs eine Abwertung oder Beleidigung sein soll).

 

In den nächsten Tagen schlendern wir durch den wunderschönen botanischen Garten, besuchen die Halbinsel Sentosa samt großem Casino (die Asiaten sind Spielverrückt), gehen im bekanntesten Club der Stadt,dem Zouk-Club, feiern und sehen eine schoene Musik und Lichtshow am Marina Bay. Marina Bay ist eine moderne Bucht, umgeben von riesigen Gebäuden, dem financial District, einigen teuren Bars und Cafes. Sie wurde erst vor einem Jahr fertiggestellt. Hauptatraktion sind die drei Hochhäuser, auf denen ein Schiff aufliegt, welches dahin zu schweben scheint. In der sogenannten floating Platform befinden sich einige Bueros, ein Luxushotel und ein riesiges Casino. Sehr gelungen das Ganze, wie wir finden:)

In unserem Hostel begegnen wir unter anderem der Rezeptionistin Roshani, welche aus Indien kommt und hauptberuflich in einem japanischen Restaurant arbeitet. Trotz der 20 Stunden Arbeit, ist sie immer nett, hilfsbereit und freut sich ueber jede Konversation mit uns.

 

Trauminsel Bali

Montag, 07.11.2011

Bali - Surfers Paradise

Mal wieder erschöpft von einer langen Partynacht ohne Schlaf kommen wir abends in Bali, Indonesien an. Abgefuckt von der Tax die wir am Flughafen für die Einreise zahlen müssen (280.000 Rupiah) beginnt unser Inselaufenthalt. Zweiter Höhepunkt des Abends ist die erste und bestimmt nicht letzte Feilscherei um einen Preis, in diesem Fall um die Taxifahrt.Mit gemischten Gefühlen und einer Millionen Roller die uns wie wild überholen, fahren wir zu unserem “Luxushotel” (14€ die Nacht) nach Denpasar.

Zwei Tage lang entspannen wir, schwimmen im Pool unserer traumhaften Anlage, schneiden uns gegenseitig die Haare (Malvin etwas mehr, Alex etwas weniger), lernen die Sprache ein bisschen kennen und informieren uns über die verschiedenen sehenswürdigen Orte, die Bali bietet.

Von Denpasar geht es an die Küste in den Party und Touristenort Kuta Beach.

Kuta

Kuta ist das Mallorca für Australier. Nur wesentlich günstiger. In Kuta finden wir ein tolles Hostel mit riesigem Pool für 7€ die Nacht. Abends wird gefeiert – unzwar jeden Abend, Mittags essen gegangen und zwischendrin auf den perfekten Surferwellen geritten.

Alles ist sehr günstig. In unserem schnell gefundenen Stammrestaurant bezahlen wir für ein leckeres Essen und einen frischgepressten Fruchtsaft gerade mal 3€ (es geht noch günstiger!). Mi Goreng, bestehend aus Nudeln mit Gemüse und Chicken, mit Fleischspießen, Ei und Krabbenchip (Kroepoek), gibts für Malvin (2€ und lekker Chili gibts umsonst). Gado Gado, bestehend aus Reis, Gemüse, Eiern, Salat und einem Krabbenchip (Kroepoek) überzogen mit Peanutsauce (1,80€). Lekker! Dazu einen frischen Bananen- oder Papayasaft. Mmmmmhhh. Mit vollem Magen gings dann in unseren Einkaufsladen. Eis und Kekse stehen auf dem Programm. Trotz immer gleichen Artikeln sind die Preise täglich schwankend. Auf Nachfrage reagieren die immer gleichen Kassierer stets freundlich und tuen so als ob sie einen gar nicht mit Absicht übers Ohr hauen wollten. Da wir aber stets auf der Hut sind bleiben die Tausender bei uns. Alles ist sehr günstig mit Ausnahme von Alkohol. Aber auch hierfür ist gesorgt. Wenn man so richtig einen drauf machen will, dann geht man um 22 Uhr in den Skygarden. Der mit 8-12 Areas (genau wissen wirs nicht) ausgestattete Club ist für nicht Balinesen kostenlos und stellt zwischen 22h und 23h Getränke und leckere Snacks zur Verfügung. Party all night long.

Auch Motorbikes sind hier sehr günstig (2€ pro Tag, 1L 0,30€) und so kämpfen wir uns die nächsten Tage durch den Linksverkehr. Mit vielen neugewonnen Freunden aus Australien, Deutschland, England fahren an bekannte Surferspots wie Uluwatu und Changgu, besuchen Tempel mit hunderten Affen und erkunden die Gegend rund um Kuta.

Ein witziges Ereignis war als Martyn unserem englischen Dj die Sonnenbrille von der Nase geklaut wurde, während er ein Foto von uns machte. Er bekam die Brille von dem Affen nach einiger Zeit zwar zurück, allerdings nur noch die Gläser – ohne Bügel und mit Kratzern. Wir am lachen, er am weinen. True story.

Roadtrip

Exhausted von Kuta geht es mit den Motorbikes 5 Stunden lang gen Tulamben. Durch Reisfelder, an Dörfern vorbei, in denen einem hunderte Kinder zuwinken, entlang der Küste, an Bergen und Vulkanen vorbei, fahren wir mal auf Highways, mal durch enge Serpentinen zum Taucherparadies Tulamben. Mal fragend, mal ratend brausen wir zuweilen mit Spitzenwerten von 100km/h, an einigen Staus vorbeischlängelnd, den Einheimischen nacheifernd, durch Bali.

In Tulamben melden wir uns für einen Tauchkurs an, der direkt am nächsten Tag anfangen soll und 5 Tauchgänge beinhaltet. Nach Einweisung gehen wir mit unserem kleinen Buddy (wir nannten ihn Willi) direkt ins ruhige große Meer. Das Meer ist unglaublich. Eine andere Welt die man normalerweise nicht erlebt - Korallenriffe, Unmengen von verschiedenen Fischarten, bunte Planzen und ein 100 Jahre altes amerikanisches Schiffswrack als Highlight sehen wir in den 3Tagen. Zudem machen wir viele Übungen wie buoyancy, Maske säubern und komplettes Aus-und Ankleiden - natürlich alles unter Wasser. Ein irres Erlebnis war unser letzter Tauchgang. Als wir in 17 Metern tiefe durch Luftblasen von Tauchern 'schwebten', die nocheinmal 17 Meter unter uns verweilten. Ein Gefühl der Schwerelosigkeit - als würde man eine neue Fähigkeit beherschen. Die des Fliegens. Gleich zu Beginn bekommen wir ein dickes Buch, was wir in den kommenden drei Tagen durcharbeiten - sollten, um so die Prüfung zu bestehen. Das lernen fällt in unserer 'heißen Hölle', wie wir unsere Hütte auch nennen, zuweilen sehr schwer, weswegen wir ein wenig cheaten und unsere Prüfung mit Bravour bestehen.

Ubud

Noch ein wenig benommen vom wahnsinnigen Gefühl unter Wasser atmen zu können brechen wir nach insgesamt vier Tagen an der Ostküste ins Landesinnere, zum Künstlerort Ubud auf. Als wir in der Dämmerung relativ orientierungslos ankommen brauchen wir uns noch nicht mal eine Unterkunft zu suchen. Ein Auto hält vor uns an und ein Familienvater bietet uns eins seiner Luxusapartements für 5€ pro Nacht (inklusive Frühstück)an. Von unserer Residenz machen wir an den darauffolgenden Tagen Ausflüge in die Stadt und in den 'Monkey Forrest', wo wir mehreren tausend aufdringlich frechen Affen begegnen. Die Affen versuchen alles um an Bananen, Cracker oder andere Köstlichkeiten zu kommen. Sie springen an einem hoch, graben sogar in den Hosentaschen rum oder öffnen einem die Schnürsenkel. Ein Riesenspaß das Ganze.

Zurueck in Kuta haben wir alles gut geplant, Freitag nochmal feiern, Samstag Sachen erledigen und ab nach Perth. Beim ersten Bier am Abend schaut Alex nochmal auf die Fluege und realisiert, dass der Uebernacht-Flug nicht morgen, sondern in einer halben Stunde ist. Nach kurzen Augenblicken der Schuldsuche und der Frage warum uns das passieren konnte, gehen wir kraeftig feiern. Die naechsten 5 Tage nutzten wir um jeden Abend morgens wieder ins Bett zu fallen und mit vielen Leuten unmengen von Spass zu haben. Ein Abend wird Malvin beim Feiern das iPhone gestohlen, aber who cares with the Besen...
Das balinesische Volk (90% Hindus) ist sehr nett, zuweilen respektsvoll und erfurchtsvoll.
Die gilt fuer alle Regionen,ausgenommen von Kuta. Kuta ist ein Party-Ort. Es wimmelt nur so von Hotels, Nightclubs, Restaurants, Laeden in denen jeder Schnick Schnack angeboten wird und "Massage-Praxen". Wenn man durch die engen Gassen geht, belabern und nerven einen die Einheimischen durchgehend. Standartsprueche sind "Hey Boss", "Transport Transport", "Masaasch"(was wir in MASSAGE zu korriegierten versuchten!), und "Cheap Cheap". Somit ist die Zeit vor Ort auch besonders eine Zeit des Handelns und Feilschens.

Um Marco unseren super Kumpel und Clements, sowie Lucas und Fischer zu erwaehnen, plus Tim und Yannick, den Englaender und die Australier,hier seid ihr erwaehnt, gut wars.

Ein spannendes und super schoenes Land, noch etwas unterentwickelt, aber eine Reise defenitiv Wert.